Ausschnitt der Stammprojekte Holzwerkstatt

Festool CS 70 EB Erfahrungsbericht

Eine Kreissäge ist eines der wichtigsten Werkzeuge zur Holzbearbeitung. Ein guter Start in die Holzbearbeitung ist meiner Meinung nach eine Tischkreissäge. Die richtige auszuwählen birgt allerdings die Qual der Wahl. Ich habe mir vor drei Jahren (2016) die Festool CS 70 EB gekauft. Die Gründe für, die Nach- und die Vorteile der CS 70 findest Du in diesem Artikel.

Festool CS 70 EB steht mit montiertem Winkelanschlag und Längsanschlag in einer Werkstatt

Die Entscheidung für die CS 70 EB

Als ich mich für die Holzbearbeitung als Hobby entschied, fing ich bei Null an. Ich brauchte also erstmal Werkzeug. Eine Kreissäge erschien mir elementar. Erst wollte ich mit einer Handkreissäge anfangen. Allein der Preis sprach für eine HKS. Zusätzlich ist man bei einer Handkreissäge grundsätzlich an keine Dimension des Werkstücks gebunden. Ich bin dann recht schnell auf die Tauchsäge TS 75 von Festool gekommen, die mir gut gefallen hat und immer noch gefällt.

Da ich aber noch keinerlei Erfahrungen hatte, erschien mir eine Tischkreissäge sicherer. Bei einem Kickback fliegt einem „nur“ das Werkstück entgegen und nicht die Säge, wodurch man sich mehr als "nur" Finger abschneiden könnte.

Eine Tischkreissäge hat zudem den Vorteil, dass kleinere Werkstücke sicherer bearbeitet werden können. So wurde aus der Suche nach einer HKS die Suche nach einer TKS. 

Nach viel Recherche im Internet habe ich mich dann für die CS 70 entschieden. Die kleinere CS 50 fiel raus, da ich mich nicht ärgern wollte, sollte ich doch einmal tiefere Schnitte machen wollen. Schnitttiefe lässt sich an einer Kreissäge schließlich nur schwer nicht ersetzen.

Gegen andere Maschinen setzte sich die CS 70 wegen drei Punkten durch:

  • Erstens wird die Schnittqualität der Säge im Netz immer wieder gelobt.
  • Der zweite wichtige Punkt war die Zugfunktion. Dadurch spart man sich (zum Teil) eine Kappsäge, da man Lange Stücke ablängen kann, ohne das Werkstück bewegen zu müssen. Zu einem gewissen Teil ersetzt die Zugfunktion auch einen Schiebetisch. Aber eben nur zu einem gewissen Teil.
  • Der dritte Aspekt ist die Absaugung. Die wurde hoch gelobt und dieser Punkt war mir ebenfalls sehr wichtig, weil ich keine separate Werkstatt habe, sondern im Abstellraum der Wohnung arbeiten muss und ich nicht alles dort drinnen verdrecken will.

Nachdem ich mich für die CS 70 entschieden hatte, musste ich noch zwischen den beiden Varianten CS 70 E und CS 70 EB wählen.

Unterschiede zwischen Festool CS 70 E und CS 70 EB

Die Festool CS 70 E und CS 70 EB unterscheiden sich hinsichtlich drei Merkmalen: Das offensichtlichste ist der Preis. Die beiden weiteren Merkmale sind der Lieferumfang sowie die technische Ausstattung.

Rein preislich gesehen ist die Variante CS 70 E interessanter, schließlich ist sie laut Listenpreis 300 € günstiger als die EB-Variante. Die 300 € Aufpreis sind allerdings gut investiertes Geld, wenn man bedenkt, welche Vorteile die CS 70 EB gegenüber der CS 70E mit Blick auf Lieferumfang sowie technische Ausstattung bietet.

  • Zubehör. Bei der CS 70 EB gehört das Absaugset (CS 70 AB) zum Lieferumfang mit dazu. Der Listenpreis für das Absaugset liegt bei 100 €. Nachdem eine Absaugung bei einer Kreissäge mehr als sinnvoll ist, reduziert sich der Preisunterschied auf 200 €. Neben dem Absaugset sind noch drei Splitterschutz Einsätze dabei. Finanziell wirkt sich das aber nicht auf einen Vergleich aus.
  • Technische Ausstattung.  Die CS 70 EB und die CS 70 E haben eine eingebaute Vollwellen-Elektronik (das „E“ in der Typbezeichnung) gemeinsam. Sie ermöglicht einen Sanftanlauf beim Start der Maschine und hält die Motordrehzahl unter Last konstant.
    Die beiden Varianten unterscheiden sich in drei Punkten: Der elektronischen Bremse, der Drehzahlregulierung und dem Luftfilter.
    • Die elektronische Bremse hat nur die CS 70 EB. Das „B“ in der Typbezeichnung steht für die elektronische Bremse. Die Bremse bringt das Sägeblatt innerhalb von drei Sekunden zum Stillstand.
      Ich finde, dass das ein Sicherheitsmerkmal ist, welches die 200 € Aufpreis locker wert ist. Je kürzer das Sägeblatt nach dem Abschalten weiterdreht, desto weniger Gelegenheit habe ich, mich daran zu verletzen. Bei der CS 70 E rotiert das Sägeblatt bis zu 10 Sekunden nach (länger ist gesetzlich nicht erlaubt).
    • Neben diesem Unterschied kann man bei der CS 70 EB die Drehzahl zwischen 2.000 und 4.200 U/min regulieren. Das ermöglicht ein weiteres Anwendungsspektrum der Kreissäge, weil man so auch andere Materialien als Holz bearbeiten kann.
    • Der letzte Punkt ist der Luftfilter. Diesen kann man bei der Festool CS 70 EB im Gegensatz zur CS 70 E reinigen/wechseln. Ich weiß allerdings nicht, ob das bei der CS 70 E nur nicht möglich ist, weil er fest verbaut ist, oder weil sie gar keinen Filter besitzt. Letzteres wäre in puncto Lebensdauer nochmal ein deutlicher Pluspunkt für die CS 70 EB.
Tabelle der Drehzahlregelungseinstellung der Festool CS 70 EB
Drehzahltabelle an der CS 70 EB

Lieferumfang

Im Lieferumfang der CS 70 EB ist folgendes Zubehör enthalten, wenn sie nicht als Set mit beispielsweise Verbreiterungen oder Schiebeschlitten gekauft wird:

  • Ein HW Universal Sägeblatt W32,
  • Winkelanschlag (WA) – Der passt auch für die CS 50 oder den MFT/das CMS System,
  • das oben bereits genannte Absaug-Set (CS 70 AB) mit dem sowohl an der Schutzhaube als auch am Sägeblatt abgesaugt werden kann,
  • 3x Splitterschutz,
  • ein Schiebestock und
  • eine gedruckte Bedienungsanleitung.
Der Lieferumfang der Festool CS 70 EB liegt ausgebreitet auf dem Boden
Der Lieferumfang der CS 70 EB

Vorteile und Nachteile der CS 70 EB

Wie jedes andere Produkt und vor allem jede Tischkreissäge hat die CS 70 Vor- und Nachteile. Im Folgenden werde ich meine Erfahrungen über die Vor- und Nachteile der CS 70 beschreiben. Als Erstes allerdings ein Punkt, den ich keiner Seite so richtig zuordnen kann.

Fluch und Segen: Die umlaufende V-Profilnut

Die CS 70 hat eine umlaufende V-Nut. Ich finde sie einerseits sehr gut, sie bringt aber auch Nachteile. Ich kann sie daher weder der positiven, noch der negativen Seite zurechnen. Die Tendenz läuft aber zum Positiven.

Negativ: Festoolzwang

Ich fang mit dem Nachteil, den man sich mit der Nut erkauft, an. Festool ist der einzige Hersteller, der diese V-Nut verwendet. An der Nut lässt sich dadurch nur Zubehör von Festool befestigen. Das schlägt sich natürlich beim Preis für etwaiges Zubehör nieder, da Festool bei der Preisgestaltung nicht gerade zimperlich ist.

Möchte man selber Zubehör für die V-Nut herstellen, muss zudem mehr Arbeit investiert werden, um die Halterung an die V-Nut anzupassen.

Positiv: Genauigkeit durch V-Nut

Durch die V-Nut richtet sich angebrachtes Zubehör allerdings automatisch im 90° Winkel zum Sägetisch aus. Das ist der immense Vorteil der V-Nut. Dadurch ist der Winkelanschlag genauso wie der Längsanschlag sehr winkeltreu.

Die V-Nut läuft einmal um den gesamten Arbeitstisch. Das finde ich sehr praktisch, da man den mitgelieferten Winkelanschlag sowie jedes andere Zubehör an jeder Seite des Tisches befestigen kann. Die Tischverbreiterung besitzt ebenfalls eine dreiseitige V-Nut und erweitert die V-Nut somit an allen drei Seiten.

An der Vorderseite der V-Nut ist ein Maßband angebracht. Das Maßband erleichtert das Einstellen des Winkel- oder Längsanschlags ziemlich. Es läuft vom Sägeblatt ausgehend nach links und rechts und zählt ab der Außenseite des Sägeblatts. Die Sägeblattbreite ist bei diesem Maßband also eingerechnet, sodass man ohne zusätzliche Abzüge/Rechenschritte messen/einstellen kann.

Negative Aspekte

Fehlende rechte Tischnut

Die CS 70 hat – im Gegensatz zur CS 50 – nur eine Tischnut auf der linken Seite. Es fehlt also eine Nut auf der rechten Seite. Ein selbstgebauter Schiebeschlitten (Cross-Cut-Sled) läuft auf der CS 70 im Gegensatz zur CS 50 oder einer anderen Tischkreissägen nur in einer Führungsnut.

Die Tischnut auf der linken Seite bedeutet außerdem, dass man nur dort etwas festzwingen kann. Der Sinn hinter der fehlenden Nut erschließt sich mir absolut nicht. Ich halte das für einen unnötigen Mangel an der CS 70.

Tischrahmen begrenzt linke Tischnut

Die Tischnut ist zudem auch nur im eigentlichen Arbeitstisch der CS 70 eingelassen. Der Rahmen um den Tisch besitzt keine Aussparungen. Ein Schiebeschlitten kann somit nicht komplett von vorne bis hinten durchgeschoben werden.

Damit ein Schiebeschlitten durchgängig durch die Nut geführt werden kann, müssen vorne und hinten erst Aussparungen in den Rahmen gefräst werden. Die Aussparung hinten erübrigt sich jedoch, wenn Du mit der Tischverlängerung liebäugelst.

Die Tischverlängerung besitzt überhaupt keine Nut. Ein Schiebeschlitten würde also spätestens an der Verlängerung anstoßen.

Kein Zero-Clearance Einsatz möglich

Aufgrund der Zugfunktion und dem Aufbau des Sägetisches kann man keinen Zero-Clearance Einsatz in die CS 70 einbauen. Das bedeutet, dass es mehr Ausrisse an der Unterseite des Werkstücks geben kann.

Bei der CS 70 kann man jedoch einen Splitterschutz einbauen, der eben diesen Ausriss verhindern soll. Insofern empfinde ich den Nachteil als nicht allzu gravierend.

Geringe (?) Sägeblattauswahl

Bei meiner Suche nach Sägeblättern habe ich mich bisher schwergetan. Für die Sägeblattmaße von 225x30x2,6 finden sich nur wenige Hersteller von Sägeblättern. Eine (nicht abschließende) Liste:

  • Festool
  • Mafell
  • Bosch
  • Bayerwald
  • Stehle
  • Stier

Die Sägeblätter von Festool finde ich sehr teuer – ebenso die von Mafell. Die von Bosch sind da deutlich günstiger. Stehle und Bayerwald habe ich noch nicht ausprobiert.

Stier wiederum ist sehr erschwinglich. Von der Marke habe ich mir mal ein Metallsägeblatt gekauft. Das war qualitativ fragwürdig, denn es hatte einen ziemlichen Schlag. Beim Fahrrad hätte man gesagt, es hat einen achter.

Recht viel mehr Marken, die passende Sägeblätter anbieten, als die oben genannten kenne ich nicht. Das wäre grundsätzlich auch gar nicht so schlimm, wenn ich nicht gerne geräuschreduzierte Sägeblätter hätte. Die finde ich für die Maße leider gar nicht, weswegen ich das mal als negativen Punkt aufführe.

Teures Zubehör

Zubehör für die CS 70 ist sehr teuer. Dass ich mit teuer in Wahrheit sehr teuer meine, brauche ich – denke ich – nicht zu erwähnen.

Kauft man sich nur die Basisversion der CS 70 EB, mit dem oben genannten Lieferumfang stehen sehr bald mindestens zwei weitere Anschaffungen ins Haus: Die Tischverbreiterung (CS-70-VB) und der Längsanschlag (CS-70-LA). Im Prinzip solltest Du die Kosten fest mit einrechnen, wenn Du mit der CS 70 liebäugelst.

Beides bekommt man aber über Kleinanzeigen oder eBay zum Teil deutlich günstiger. Ich hab beides über Kleinanzeigen gekauft und bin sehr zufrieden damit.

Seit Anfang an hätte ich gerne den Schiebetisch. Der wird allerdings aus Platzgründen nicht (oder nie) kommen. Das spart mir glücklicherweise einiges an Geld.

Was man meiner Meinung nach überhaupt nicht braucht, ist die Tischverlängerung (CS-70-VL). Da stelle ich lieber zwei Rollenböcke an die CS 70 oder die Säge an die Werkbank oder baue einen Unterschrank. Dann ist nämlich kein Platz verschwendet. Das Geld für die Verlängerung kann sich wirklich getrost sparen.

Positive Punkte der CS 70

Tischkreissäge und Zugkreissäge in einem

Die CS 70 ist eine Tischkreissäge beziehungsweise eine Unterflurzugkreissäge. Streng genommen ist der zweite Begriff der richtige, aber der ist so sperrig.

Unterflurzugkreissäge bedeutet, dass das Sägeaggregat – also der Sägemotor, etc –, das unter dem Sägetisch sitzt (Unterflur)), über die Länge des Sägetisches in Sägerichtung gezogen werden kann (Zug), um damit Schnitte zu machen (Kreissäge).

Gegenüber einer klassischen Tischkreissäge hat das den Vorteil, dass sich das Sägeblatt bewegt. Das Werkstück bleibt während des Schnittes an der gleichen Stelle. Das ist vom Arbeitsprinzip einer Zugkappsäge ähnlich.

Die Zugfunktion bringt bei der Bearbeitung besonders kleiner und besonders großer Werkstücke Vorteile.

Besonders kleine Werkstücke können mit einer Zwinge auf dem Tisch festgeklemmt werden. Durch die Zugfunktion wird das Sägeblatt durch das Werkstück gezogen und die Finger befinden sich nicht im Gefahrenbereich der Kreissäge.

Besonders große Werkstücke 

Versenkbarer Spaltkeil

Der Spaltkeil ist ein wichtiges Sicherheitsmerkmal einer Kreissäge, da er das Risiko eines Kickbacks reduziert, indem er den Sägeschnitt offen hält. Bei verdeckten Schnitten kann der Spaltkeil allerdings im Weg sein, da er immer ein paar mm über das Sägeblatt hinausragt.

Bei manchen Kreissägen muss er dann vor dem Sägeschnitt entfernt werden. Bei der CS 70 kann der Spaltkeil „versenkt“ werden. Der Spaltkeil kann dadurch immer montiert bleiben und bietet auch bei verdeckten Schnitten Schutz vor einem Kickback.

Perfekt wäre es, wenn der Spaltkeil komplett versenkbar wäre, damit man auch Tauchschnitte machen kann, ohne den Spaltkeil entfernen zu müssen. Der Spaltkeil lässt sich für solche Schnitte glücklicherweise einfach und schnell ausbauen.

Sägeblattverriegelung beim Sägeblattwechsel

Für den Sägeblattwechsel verfügt die CS 70 über eine Spindelarretierung beziehungsweise Sägeblattverriegelung. Dadurch wird das Sägeblatt arretiert und das Sägeblatt kann mit einem einzigen Inbusschlüssel gewechselt werden.

Bei anderen Sägen braucht man teilweise zwei Maulschlüssel – das steigert natürlich die Gefahr, abzurutschen und sich am Sägeblatt zu verletzten oder es mit dem Maulschlüssel zu beschädigen.

Gegengelagertes Sägeaggregat

Das Sägeaggregat (Motor, Welle, etc) ist gegengelagert. Durch die Gegenlagerung kann das Aggregat sehr einfach geschwenkt werden, wenn ein Gehrungswinkel eingestellt wird. Ein bestimmter Sägewinkel kann so genau und einfach eingestellt werden.

Schnittqualität und Schnittgenauigkeit / Winkeltreue

In Bezug auf die Schnittqualität spielt das Sägeblatt eine große Rolle. Die Schnittqualität des mitgelieferten HW 32 Universal-Sägeblatts ist sehr gut. Da Sägeblätter austauschbar sind, ist das jedoch kein Alleinstellungsmerkmal für die CS 70.

Die Schnittqualität hängt aber nicht nur vom Sägeblatt ab, sondern auch von der Schnittgenauigkeit und Winkeltreue. Beides ist bei der Festool CS 70 ab Werk bereits sehr gut.

Das empfinde ich als einen sehr großen Vorteil gegenüber anderen Sägen, die erst justiert werden müssen. Gerade als Anfänger kann man bei der Justage viel falsch machen.

Durch die schlecht eingestellte Säge verliert man das schnell die Lust. Das ist bei der CS 70 nicht der Fall, weil die Rechtwinkligkeit des Winkelanschlags sowie dessen andere Winkel stimmen. Genauso stimmt der 90° Schnittwinkel sowie der 45° Schnittwinkel des Sägeblatts.

Es ist also vollkommen ausreichend, die Maschine auszupacken, aufzustellen und loszusägen. Gerade für Einsteiger finde ich das sehr überzeugend, da man sich keine Gedanken über eine Justierung machen muss.

Gut erreichbarer Ein- und Ausschalter

Der Ein- und vor allem der Ausschalter ist sehr gut erreichbar. D. h. die Maschine lässt sich schnell, problemlos und treffsicher notabschalten, wenn das notwendig sein sollte. In puncto Sicherheit ist das ein sehr wichtiges Merkmal.

Die Verarbeitung des Tisches

Der Tisch ist sehr gut verarbeitet. Wenn die Tischbeine ausgeklappt sind, wackelt unter normalen Bedingungen nichts.

Zugegeben: Ein leichtes Spiel hat der Tisch, wenn man in Sägerichtung wackelt. Dafür muss ich aber schon fest drücken bzw. wackeln. Ich halte es für unwahrscheinlich, dass ich beim Sägen so eine große Kraft in Längsrichtung aufbringe.

Wenn Du Dir einen Unterschrank für die CS 70 baust, wackelt an der Säge überhaupt nichts mehr.

Meine Erfahrung nach einigen Jahren Benutzung

Ganz ehrlich: Ich bin fast zu 100 % überzeugt von der Festool CS 70 EB. Es gibt aber einen Punkt, der mich nach wie vor extrem stört:

Die fehlende rechte Tischnut. Ich kann nicht verstehen, wieso rechts keine Nut eingebracht ist. Das ist einfach unnötig von Festool. Es erschwert den Bau von Schiebeschlitten unnötig bzw. macht diese ungenauer (da eine zweite Nut den Lauf stabilisiert). Besonders ärgerlich ist es, weil die CS 50 eine Tischnut auf der rechten Seite hat.

Ich denke, Festool will den Nutzer damit dazu bewegen, den Schiebetisch zu kaufen. Das ist nachvollziehbar, aber ärgerlich.

Für die Linke Nut wären zudem Aussparungen im Rahmen wünschenswert. Die Tischnut, sowohl die vorhandene als auch die fehlende sind etwas, das meiner Meinung nach zwingend überarbeitet gehört.

Nichtsdestoweniger sind Schnittqualität, Schnittgenauigkeit und Winkeltreue einfach sehr gut. Das Sägen macht jedes Mal Spaß, weil die Handgriffe zum Einstellen der Sägehöhe, des Schnittwinkels und der Spaltkeilhöhe, zum An- und Abbau der Spanhaube und zum Verstellen des Längsanschlags oder des Winkelanschlags schnell, einfach und präzise erledigt sind.

Diese Säge ist bezüglich Handhabung sehr durchdacht und gut gearbeitet. Ich hab mich über die Jahre kaum mit der Justierung der einzelnen Bauteile beschäftigen müssen, weil es von Anfang an winkeltreu eingestellt war und bleibt.

Der zusätzliche Funktionsumfang durch die Zugfunktion erweitert den Einsatzbereich der Säge nochmal deutlich. Eine (Zug-)Kappsäge habe ich (bisher) noch nicht gebraucht. Und bei allem, was ich noch vorhabe – und das ist eine Menge –, benötige ich absehbar ebenfalls keine. Mit der CS 70 spart man sich somit eine Maschine und das Geld dafür.

Die hohe Anfangsinvestition ist gut angelegtes Geld. Ich freue mich, dass ich ein wenig länger gewartet und gespart habe und mir dann die Festool CS 70 EB gekauft habe.

Hast Du Fragen zur CS 70 EB? Dann stell sie mir gerne in den Kommentaren.

Das Stammprojekte Logo zeigt ein Kreissägeblatt, das in einen Baumstamm übergeht.

Über Tobias

Ich bin der Gründer von Stammprojekte. Seit ich Pinterest entdeckt und mir deswegen eine Kreissäge gekauft habe, bin ich fasziniert von den unendlichen Möglichkeiten der Holzbearbeitung und bedenklich viel in der Werkstatt.

Verpasse keinen Artikel!

Erhalte jedes neue Projekt, alle Tipps und Wissensartikel sofort per E-Mail, sobald sie erscheinen!

Personalisiere Deinen Newsletter