Perfekte 45-Grad-Gehrungen mit der Oberfräse herstellen

Lesezeit: 3 Min.

Verbindungen auf Gehrung sehen schön aus; sie sind aber auch schwer herzustellen. Ein kleiner Fehler und die Gehrung sieht unsauber aus.

45-Grad-Gehrungen auf der Tischkreissäge herzustellen ist eine Herausforderung. Es gibt aber einen einfacheren Weg: Die Oberfräse. Ich zeige ihn Dir in diesem Artikel.

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Hast Du Dich jemals gefragt, ob Du perfekte 45-Grad-Gehrungen herstellen kannst, ohne Dich dabei auf den Unwägbarkeiten Deiner Tischkreissäge aussetzen zu müssen?

Beim Sägen von 45-Grad-Gehrungen auf der Tischkreissäge ist eine präzise Einstellung nur die halbe Miete.

  • Das Sägeblatt muss exakt auf 45 Grad geneigt sein
  • Der Anschlag muss perfekt parallel zum Sägeblatt ausgerichtet sein
  • Die Spitze der Gehrung kann unter den Parallelanschlag rutschen und der Schnitt verläuft.
  • Wackeln des Anschlags, des Werkstücks oder ein kurzes Innehalten während des Schnitts können zu „Lücken“ in Deiner Gehrung führen.

Warum die Oberfräse eine Alternative ist

Nutze die Tischkreissäge doch einmal anstelle der Tischkreissäge. Der Vorteil ist: 

Ein 45-Grad-Fasenfräser kann nicht falsch eingestellt werden. Er schneidet an einem einzigen Punkt. Das bedeutet, dass der Anschlag zu nichts parallel sein muss.

Zudem ist es einfacher, Dein Werkstück während des Schnitts fest gegen den Anschlag Deines Oberfräsentischs zu drücken. Schließlich kannst Du Federn nutzen, um Druck auszuüben, ohne das Risiko eines Rückschlags einzugehen.

Du brauchst

  • einen Frästisch für Deine Oberfräse
  • einen 45-Grad-Fasenfräser, der groß genug ist, um eine vollständige Fase beziehungsweise Gehrung an Deinem meist 18-22 mm dicken Werkstück zu erzeugen.

Hast Du beides ist das Anschneiden einer Fase fast ein Kinderspiel.

Techniken für das Fräsen einer 45-Gehrung

Die größte Schwierigkeit beim Anfasen von 45 Grad Gehrungen mit der Oberfräse sind Ausrisse an der Oberseite des Werkstücks.

Um diesem Problem zu begegnen, kannst Du mit die Gehrungen mit zwei Techniken mit Deiner Oberfräse herstellen:

  1. Methode des teilweisen Schnitts: Stelle den Fräser so ein, dass er fast, aber nicht ganz, bis zur Oberseite des Werkstücks schneidet. Lasse 1–2/10 mm übrig. Deine Gehrung ist also nicht 100 % durchgängig. Dadurch bleibt ein flacher Teil an der Spitze der Schräge übrig, der gegen den Anschlag laufen und den Schnitt unterstützen kann. Diese Technik erfordert möglicherweise einige Testläufe, um den Anschlag perfekt einzustellen, aber sobald Du ihn perfekt eingestellt hast, kannst Du alle Deine Werkstücke bearbeiten.
  2. Methode mit Führungsbrett: Soll die Gehrung komplett durchgehen, dann kannst Du mit doppelseitigem Klebeband ein Opferholz auf die Oberseite kleben. Das Opferholz dient als Führung am Anschlag und verhindert Ausrisse an der Oberseite.

Anstelle von doppelseitigem Klebeband kannst Du auch Kreppband benutzen:

Lies, wie Du Schablonen auf Werkstücken befestigen kannst

Nutze Federn für Präzision und Sicherheit

Nutze Federn bzw. Featherboards, um Dein Werkstück an den Anschlag bzw. den Werktisch zu pressen. Du kannst Sie auf dem Werktisch oder am Anschlag befestigen.

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So üben sie Druck von oben bzw. von der Seite aus. Du kannst Dich beim Arbeiten dann vollkommen auf den Vorschub und das richtige Führen konzentrieren. Featherboards sind gut investiertes Geld und können Dir auch auf der Tischkreissäge gute Dienste leisten.

Die Herstellung perfekter 45-Grad-Gehrungen mit der Oberfräse ist nicht nur machbar, sondern kann auch eine präzisere und wiederholgenauere Alternative zur Tischkreissäge darstellen.

Hast Du schon einmal Fasenfräser benutzt, um Gehrungen mit der Oberfräse herzustellen? Was war Dein Ergebnis? Welche Tipps hast Du?

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